AGB
Wattstone GmbH
Verkaufs- und Lieferbedingungen für Verbraucher und Unternehmer
Fassung vom 15. Oktober 2026
Inhaltsübersicht
- 1. Geltungsbereich
- 2. Vertragspartner
- 3. Privatkunden, Geschäftskunden und B2B-Zugang
- 4. Vertragsschluss im Online-Shop
- 5. Angebote außerhalb des Online-Shops
- 6. Preise, Umsatzsteuer und steuerliche Behandlung
- 7. Zahlung
- 8. Lieferung, Lieferzeiten und Speditionszustellung
- 9. Abholung
- 10. Gefahrübergang
- 11. Prüfung der Ware bei Lieferung
- 12. Beschaffenheit von Betonprodukten
- 13. Pulverbeschichtete, verzinkte und lackierte Produkte
- 14. Planung, Statik und Eignung für den Einsatzort
- 15. Prüfung vor Montage, Aus- und Einbaukosten
- 16. Mängelrechte und Nacherfüllung
- 17. Besondere Regelungen für Unternehmer
- 18. Widerrufsrecht für Verbraucher
- 19. Ausschluss des Widerrufsrechts bei Sonderanfertigungen
- 20. Rücksendekosten bei Widerruf
- 21. Freiwillige Rücknahme mangelfreier Ware
- 22. Stornierung
- 23. Garantie
- 24. Wartung und Inspektion
- 25. Eigentumsvorbehalt
- 26. Haftung
- 27. Höhere Gewalt
- 28. Produktbilder, Muster und technische Angaben
- 29. Entsorgung und Verpackung
- 30. Streitbeilegung für Verbraucher
- 31. Vertragssprache und Vertragstext
- 32. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
- 33. Salvatorische Klausel
- Widerrufsbelehrung für Verbraucher
- Muster-Widerrufsformular
1. Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für Kaufverträge über Waren einschließlich ihrer Lieferung zwischen der Wattstone GmbH und ihren Kunden. Sie gelten auch für die Lieferung herzustellender beweglicher Sachen, soweit Kaufrecht Anwendung findet.
(2) Für eigenständig beauftragte Montage-, Bau-, Planungs- oder sonstige Werk- und Dienstleistungen gelten die jeweiligen Leistungsvereinbarungen und die gesetzlichen Vorschriften. Die kaufrechtlichen Regelungen dieser AGB werden nicht pauschal auf solche Verträge übertragen. Eine hierfür erforderliche gesonderte Widerrufsbelehrung wird durch die Waren-Widerrufsbelehrung am Ende dieser AGB nicht ersetzt.
(3) Kunden im Sinne dieser AGB sind Verbraucher und Unternehmer. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
(4) Regelungen, die ausdrücklich nur für Unternehmer gelten, finden auf Verbraucher keine Anwendung. Maßgeblich ist der Zweck des konkreten Geschäfts, nicht allein die Registrierung eines Geschäftskundenkontos.
(5) Gegenüber Unternehmern werden abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden nur Vertragsbestandteil, wenn wir ihrer Geltung ausdrücklich zustimmen. Individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden haben in jedem Fall Vorrang vor diesen AGB.
2. Vertragspartner
Der Vertrag kommt zustande mit:
Wattstone GmbH
Grenzstraße 182, 46562 Voerde, Deutschland
Telefon: +49 2855 9389206
E-Mail: office@wittstone.com
Geschäftsführer: Boris Miller
Amtsgericht Duisburg, HRB 36871
USt-IdNr.: DE362824327
3. Privatkunden, Geschäftskunden und B2B-Zugang
(1) Bestellungen im allgemein zugänglichen Online-Shop können durch Verbraucher und Unternehmer erfolgen.
(2) Für gesonderte B2B-Konditionen müssen sich Unternehmer vorab registrieren und von uns freischalten lassen. Wir können geeignete Nachweise anfordern, insbesondere Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
(3) B2B-Preise, Händlerkonditionen, Projektpreise, Mengenrabatte und Nettopreise gelten nur nach Freischaltung des Geschäftskundenkontos oder nach ausdrücklicher Vereinbarung.
(4) Der Kunde hat die für Abwicklung und steuerliche Behandlung der Bestellung erforderlichen Angaben richtig zu machen. Macht er schuldhaft falsche Angaben, insbesondere zu seinem Kundenstatus, seiner Unternehmereigenschaft oder seiner Eigenschaft als Betreiber einer Photovoltaikanlage, ersetzt er uns den daraus entstehenden Schaden nach den gesetzlichen Vorschriften.
4. Vertragsschluss im Online-Shop
(1) Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung.
(2) Der Kunde kann Produkte zunächst unverbindlich in den Warenkorb legen und seine Eingaben vor Absenden der Bestellung über die üblichen Eingabe- und Korrekturfunktionen ändern.
(3) Mit Anklicken der eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisenden Bestellschaltfläche gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Kauf der im Warenkorb enthaltenen Waren ab.
(4) Wir nehmen das Angebot durch eine ausdrückliche Auftragsbestätigung per E-Mail, durch eine ausdrückliche Zahlungsaufforderung durch uns oder durch Auslieferung der Ware an. Maßgeblich ist das zuerst eintretende Ereignis. Nehmen wir das Angebot nicht innerhalb von fünf Arbeitstagen an, ist der Kunde nicht mehr daran gebunden. Arbeitstage sind Montag bis Freitag, ausgenommen gesetzliche Feiertage an unserem Geschäftssitz; die Frist beginnt am Tag nach Abgabe der Bestellung.
(5) Eine automatisch versendete Eingangsbestätigung bestätigt nur den Eingang der Bestellung, sofern sie nicht zugleich ausdrücklich die Vertragsannahme oder eine Zahlungsaufforderung durch uns enthält.
5. Angebote außerhalb des Online-Shops
(1) Individuelle Waren-, Projekt-, Händler- und Sonderanfertigungsangebote sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.
(2) Bei einem freibleibenden Angebot gibt der Kunde mit seiner Bestellung ein Vertragsangebot ab. Der Vertrag kommt durch unsere ausdrückliche Annahme, insbesondere eine Auftragsbestätigung in Textform, zustande. Eine darin nicht enthaltene Annahme wird durch eine bloße Empfangsbestätigung nicht ersetzt.
(3) Ist unser Angebot ausdrücklich verbindlich, kommt der Vertrag durch die rechtzeitige, unveränderte Annahme des Kunden zustande. Eine nochmalige Bestätigung durch uns ist dann nicht erforderlich.
(4) Änderungen von Stückzahlen, Lieferadresse, Entladebedingungen, Ausführung oder technischen Projektgrundlagen bedürfen einer entsprechenden Vereinbarung. Hierdurch bedingte Änderungen von Preis oder Leistungszeit teilen wir vor der Änderungsvereinbarung mit.
(5) Eigenständige Montage- und Planungsangebote unterliegen der Abgrenzung in Ziffer 1 Absatz 2.
6. Preise, Umsatzsteuer und steuerliche Behandlung
(1) Maßgeblich sind die vor Abgabe der Bestellung mitgeteilten und vereinbarten Preise. Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich der jeweils anwendbaren Umsatzsteuer angegeben. Zusätzlich anfallende Versandkosten und sonstige vereinbarte Entgelte werden vor Abgabe der Bestellung mitgeteilt.
(2) Ausschließlich an freigeschaltete Unternehmer gerichtete Angebote können Nettopreise ausweisen; die anwendbare Umsatzsteuer wird zusätzlich ausgewiesen. Entscheidend für die steuerliche Behandlung sind stets die gesetzlichen Voraussetzungen, nicht allein der Kundenstatus.
(3) Der Umsatzsteuer-Nullsteuersatz für Photovoltaikprodukte (§ 12 Absatz 3 UStG) wird nur angewendet, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Hierfür angeforderte Angaben, insbesondere zur Betreibereigenschaft und zur Anlage, muss der Kunde zutreffend machen.
(4) Lagen die Voraussetzungen für den Umsatzsteuer-Nullsteuersatz, eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung oder eine sonstige steuerliche Begünstigung wegen schuldhaft unzutreffender Angaben des Kunden nicht vor, sind wir berechtigt, die gesetzlich geschuldete Umsatzsteuer nachzuberechnen. Der Kunde hat den nachberechneten Betrag zu zahlen.
(5) Innergemeinschaftliche Lieferungen werden nur bei Vorliegen sämtlicher gesetzlicher Voraussetzungen umsatzsteuerfrei behandelt. Erforderliche Nachweise sind auf Verlangen bereitzustellen, soweit sie den Verantwortungsbereich des Kunden betreffen.
(6) Rabatte, Händlerkonditionen, Projektpreise und Sonderpreise gelten nur für den jeweils vereinbarten Auftrag.
7. Zahlung
(1) Dem Kunden stehen die im Online-Shop oder im jeweiligen Angebot angegebenen Zahlungsarten zur Verfügung.
(2) Vorkasse, Anzahlungen und abweichende Zahlungsbedingungen werden vor Vertragsschluss vereinbart. Bei vereinbarter Vorkasse sind wir erst nach Eingang des fälligen Betrags zur Versendung verpflichtet. Die hierfür mitgeteilten Lieferzeiten bleiben maßgeblich.
(3) Fälligkeit und Zahlungsfrist ergeben sich aus der vor Vertragsschluss getroffenen Vereinbarung. Eine Rechnung begründet keine davon abweichende Zahlungsfrist. Fehlt eine besondere Vereinbarung, gelten die gesetzlichen Vorschriften.
(4) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen. Gegenüber Unternehmern können die gesetzlichen Verzugszinsen und die Verzugspauschale nach § 288 BGB verlangt werden, soweit deren Voraussetzungen vorliegen.
(5) Der Kunde kann mit unbestrittenen, rechtskräftig festgestellten oder von uns anerkannten Forderungen aufrechnen. Unberührt bleibt die Aufrechnung mit Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis, insbesondere wegen Mängeln oder teilweiser Nichterfüllung. Die gesetzlichen Leistungsverweigerungs- und Zurückbehaltungsrechte des Kunden bleiben bestehen.
8. Lieferung, Lieferzeiten und Speditionszustellung
(1) Die Lieferzeit ergibt sich aus der vor Vertragsschluss mitgeteilten Angabe auf der Produktseite oder im Angebot und einer etwaigen individuellen Vereinbarung. Bei Vorkasse beginnt die Lieferfrist am Tag nach Erteilung des Zahlungsauftrags, bei anderen Zahlungsarten am Tag nach Vertragsschluss, soweit vor Vertragsschluss nichts anderes eindeutig mitgeteilt und vereinbart wurde.
(2) Ein Speditionsavis oder ein voraussichtlicher Zustelltag konkretisiert die geplante Zustellung. Er ersetzt oder verlängert nicht ohne Vereinbarung einen bereits vereinbarten Liefertermin oder Lieferzeitraum. Ein verbindlicher Fixtermin bedarf einer entsprechenden Vereinbarung; gesetzliche Fälle eines entbehrlichen Nachfristsetzens bleiben unberührt.
(3) Wir informieren den Kunden über erkennbare Lieferverzögerungen. Seine gesetzlichen Rechte bleiben unberührt. Für Schadensersatz gilt Ziffer 26.
(4) Wir empfehlen, Montage, Handwerker, Kran, Gerüst, Elektriker und sonstige Folgetermine erst nach Erhalt und Prüfung der vollständigen Ware verbindlich zu vereinbaren. Diese Empfehlung schränkt unsere vertraglichen Pflichten und die gesetzlichen Ansprüche des Kunden nicht ein.
(5) Speditionslieferungen erfolgen frei Bordsteinkante, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Ein Tragen oder Verbringen der Ware auf das Grundstück, in Gebäude oder auf das Dach ist dann nicht geschuldet.
(6) Besondere Anforderungen an Zufahrt und Entladung teilen wir vor Vertragsschluss mit. Der Kunde gibt ihm bekannte Einschränkungen der Erreichbarkeit an und ermöglicht die Annahme zum vereinbarten Zeitpunkt. Die Entladung erfolgt mit den Mitteln des Frachtführers; einen Kran, Gabelstapler oder anderes Entladegerät stellt der Kunde nur, wenn dies vor Vertragsschluss vereinbart wurde.
(7) Vereitelt der Kunde schuldhaft eine vereinbarte Zustellung, insbesondere durch eine falsche Lieferadresse oder eine unberechtigte Annahmeverweigerung, ersetzt er uns die dadurch entstehenden Mehrkosten, etwa für erneute Zustellung, Rücktransport oder Lagerung, nach den gesetzlichen Vorschriften. Bei einem wirksamen Widerruf gelten stattdessen die gesetzlichen Widerrufsregelungen und Ziffer 20.
(8) Teillieferungen sind zulässig, soweit sie dem Kunden zumutbar sind. Verbrauchern entstehen hierdurch keine zusätzlichen Versandkosten.
9. Abholung
(1) Eine Abholung ist nur möglich, wenn sie angeboten oder vereinbart wurde, und erst nachdem wir die Abholbereitschaft bestätigt haben.
(2) Wir bitten den Kunden, die Ware bei Abholung auf Vollständigkeit, richtige Artikel und äußerlich erkennbare Schäden zu prüfen. Für beiderseitige Handelsgeschäfte gilt Ziffer 11 Absatz 2.
(3) Bei Abholung geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung mit Übergabe auf den Kunden über.
(4) Wurde der Vertrag im Fernabsatz geschlossen, beseitigt die anschließende Selbstabholung ein gesetzlich bestehendes Widerrufsrecht nicht.
10. Gefahrübergang
(1) Bei Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung grundsätzlich erst mit Übergabe der Ware an den Verbraucher oder eine von ihm benannte Empfangsperson über. Die gesetzliche Ausnahme bei einem vom Verbraucher selbst beauftragten, von uns zuvor nicht benannten Beförderer bleibt unberührt.
(2) Bei einem Versendungskauf an einen Unternehmer geht diese Gefahr mit Übergabe der Ware an den Spediteur, Frachtführer oder die sonst zur Versendung bestimmte Person über, soweit nichts anderes vereinbart ist. Unsere Haftung für eigene Pflichtverletzungen, insbesondere bei Verpackung und Versendung, bleibt unberührt.
(3) Die Gefahr bei einer Rücksendung nach Verbraucherwiderruf richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften und wird durch diese Ziffer nicht auf den Verbraucher verlagert.
11. Prüfung der Ware bei Lieferung
(1) Verbraucher bitten wir, die Ware bei Anlieferung auf Vollständigkeit und sichtbare Schäden zu prüfen, sichtbare Transportschäden oder Fehlmengen auf dem Ablieferbeleg zu vermerken und uns möglichst zeitnah mit Fotos zu informieren. Unterbleibt dies, hat das keine Auswirkungen auf ihre gesetzlichen Mängelrechte.
(2) Ist der Kauf für beide Vertragsparteien ein Handelsgeschäft, gelten die gesetzlichen Untersuchungs- und Rügepflichten nach § 377 HGB. Bei erkennbaren Mängeln ist die gesetzlich erforderliche unverzügliche Untersuchung und Anzeige zu beachten; bei zunächst nicht erkennbaren Mängeln die unverzügliche Anzeige nach Entdeckung. Die Rechtsfolgen richten sich ausschließlich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
(3) Auch Geschäftskunden bitten wir um Fotos und Vermerke auf dem Ablieferbeleg. Eine Fahrerunterschrift, Fotos oder ein bestimmtes Formular sind keine zusätzlichen Wirksamkeitsvoraussetzungen einer gesetzlichen Mängelanzeige.
(4) Bei Verpackungsschäden oder einzelnen Beschädigungen bitten wir nach Möglichkeit um Rücksprache vor einer Annahmeverweigerung. Berechtigte Annahmeverweigerungs-, Zurückbehaltungs- und sonstige gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
12. Beschaffenheit von Betonprodukten
(1) Unsere Wattstone-Produkte und sonstigen Betonprodukte sind technische Betonfertigteile für den Einsatz im Außenbereich. Beton ist ein mineralischer Baustoff. Die geschuldete Beschaffenheit richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen und den gesetzlichen Anforderungen (§ 434 BGB).
(2) Materialtypische Erscheinungen entsprechen der bei Betonfertigteilen üblichen Beschaffenheit (§ 434 Absatz 3 BGB), soweit sie Funktion, Tragfähigkeit, Standsicherheit und bestimmungsgemäße Verwendbarkeit nicht beeinträchtigen. Dazu gehören insbesondere leichte Farb- und Strukturunterschiede, Poren und Lunker, Ausblühungen, Nachhellen und Patina sowie Maßtoleranzen im Rahmen der einschlägigen Normen. Hinweise hierzu enthalten die Produktseiten und Datenblätter.
(3) Beschädigungen wie Brüche, Risse, beschädigte Gewinde oder Abplatzungen in tragenden Bereichen prüfen wir im Rahmen der gesetzlichen Mängelrechte.
(4) Bei Verbraucherverträgen wird eine Abweichung von objektiven Beschaffenheitsanforderungen nur wirksam vereinbart, wenn der Verbraucher vor Abgabe seiner Vertragserklärung eigens über das konkrete abweichende Merkmal informiert wurde und die Abweichung ausdrücklich und gesondert vereinbart wird (§ 476 BGB). Die Zustimmung zu diesen AGB allein genügt hierfür nicht.
(5) Veränderungen, die erst nach Gefahrübergang durch Nutzung, Montage oder Bewitterung entstehen, sind kein Mangel. Die gesetzlichen Beweislastregeln bleiben unberührt.
13. Pulverbeschichtete, verzinkte und lackierte Produkte
(1) Die geschuldete Ausführung, Farbe, Oberfläche und Schutzfunktion richten sich nach der jeweiligen Vereinbarung und den gesetzlichen Beschaffenheitsanforderungen.
(2) Geringe Farbunterschiede zwischen Chargen, Nachlieferungen, Mustern und Produktbildern sind produktionsbedingt und entsprechen der üblichen Beschaffenheit, soweit Schutzfunktion, Stabilität und bestimmungsgemäße Verwendbarkeit nicht beeinträchtigt sind. Gleiches gilt für leichte Montage- und Gebrauchsspuren, die erst nach Gefahrübergang entstehen.
(3) Für besondere Beschaffenheitsvereinbarungen mit Verbrauchern gilt Ziffer 12 Absatz 4 entsprechend. Die gesetzlichen Mängelrechte bleiben unberührt.
14. Planung, Statik und Eignung für den Einsatzort
(1) Der Umfang einer von uns geschuldeten Planung, Berechnung oder objektbezogenen Prüfung richtet sich nach der konkreten Leistungsvereinbarung. Eine ausdrücklich übernommene Eignungszusage oder Prüfleistung wird durch diese AGB nicht eingeschränkt.
(2) Soweit wir eine solche Leistung nicht übernommen haben, ist die erforderliche Prüfung der örtlichen Voraussetzungen nicht Bestandteil der bloßen Warenlieferung. Hierzu können insbesondere Untergrund und Tragfähigkeit, Dachart und Dachhaut, Windverhältnisse, Gebäudehöhe, Attika, Modulabmessungen, Befestigung, Entwässerung, Brandschutz, Blitzschutz und öffentlich-rechtliche Anforderungen gehören.
(3) Produktinformationen, Konfiguratoren und Berechnungshilfen sind im Rahmen des jeweils angegebenen und vereinbarten Leistungsumfangs zu verwenden. Eine erforderliche objektbezogene Prüfung durch fachkundige Personen wird durch eine allgemeine Anwendungshilfe nicht ersetzt.
(4) Montageanleitungen, technische Datenblätter und sachgerechte Sicherheitshinweise sind zu beachten. Wir bleiben für von uns geschuldete Leistungen, von uns zu vertretende fehlerhafte Angaben oder Anleitungen und eigene Pflichtverletzungen verantwortlich.
(5) Für Schäden, die ausschließlich auf eine von uns nicht zu vertretende unsachgemäße Montage, falsche Lagerung oder nicht bestimmungsgemäße Verwendung zurückgehen, haften wir nicht. Mitverursachung und Beweislast richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften.
15. Prüfung vor Montage, Aus- und Einbaukosten
(1) Wir empfehlen, die Ware vor Montagebeginn auf Menge, Artikel, Ausführung, erkennbare Schäden, Gewinde, Bohrungen und Maßhaltigkeit zu prüfen. Diese Empfehlung begründet gegenüber Verbrauchern keine zusätzliche Rügepflicht.
(2) Die Übernahme erforderlicher Aus- und Einbauaufwendungen richtet sich nach § 439 Absatz 3 BGB. Maßgeblich ist insbesondere, ob die mangelhafte Sache entsprechend ihrer Art und ihrem Verwendungszweck eingebaut oder angebracht wurde, bevor der Mangel offenbar wurde.
(3) Erforderliche Nacherfüllungsaufwendungen werden nicht allein deshalb zu anders behandelten Folgeschäden, weil sie etwa ein Gerüst, einen Kran oder Mietgeräte betreffen. Die gesetzlichen Ansprüche auf solche Aufwendungen bleiben von Ziffer 26 unberührt.
(4) Für darüber hinausgehende Schadensersatzansprüche, etwa wegen eines Montageausfalls oder Verdienstausfalls, gelten die gesetzlichen Voraussetzungen und Ziffer 26.
16. Mängelrechte und Nacherfüllung
(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen einschließlich der gesetzlichen Verlängerungs- und Ablaufhemmungsregelungen. Abweichungen für Unternehmer ergeben sich ausschließlich aus Ziffer 17.
(2) Verbraucher können nach den gesetzlichen Vorschriften zwischen Nachbesserung und Ersatzlieferung wählen. Unsere gesetzlichen Rechte, insbesondere eine Art der Nacherfüllung unter den Voraussetzungen des § 439 Absatz 4 BGB zu verweigern, bleiben unberührt.
(3) Gegenüber Unternehmern wählen wir zwischen Nachbesserung und Ersatzlieferung. Die Lieferung eines Ersatzteils gilt nur dann als ausreichende Nacherfüllung, wenn damit unter Beachtung der gesetzlichen Pflichten die ordnungsgemäße Mangelbeseitigung bewirkt wird.
(4) Die zum Zweck der Nacherfüllung erforderlichen Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten tragen wir nach den gesetzlichen Vorschriften. Gesetzliche Vorschussansprüche von Verbrauchern bleiben unberührt.
(5) Der Kunde hat die Ware zur Nacherfüllung zur Verfügung zu stellen. Wir bitten, vor einer Speditionsrücksendung Kontakt aufzunehmen, damit Prüfung, Abholung oder eine andere geeignete Maßnahme ohne unnötige Kosten abgestimmt werden können. Die vorherige Erteilung einer Rücksendenummer oder unsere vorherige Anerkennung des Mangels ist keine Voraussetzung gesetzlicher Ansprüche.
(6) Bei einer Ersatzlieferung können wir nach § 439 Absatz 6 BGB die Rückgabe der ersetzten Ware verlangen. Wir nehmen die ersetzte Ware auf unsere Kosten zurück. Eine statt der Rücknahme vereinbarte Entsorgung setzt eine ausdrückliche Abstimmung voraus.
(7) Wir bitten, beanstandete Ware bis zur Klärung nicht zu entsorgen oder unnötig zu verändern, damit eine Prüfung möglich bleibt. Gesetzliche Rechte, insbesondere in dringenden Fällen, werden hierdurch nicht ausgeschlossen.
(8) Minderung, Rücktritt und Schadensersatz richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften; für Schadensersatz gilt ergänzend Ziffer 26. Bei einem berechtigten Rücktritt eines Verbrauchers wegen eines Mangels tragen wir die gesetzlichen Kosten der Warenrückgabe.
(9) Vor einer Nacherfüllung informieren wir Verbraucher über ihr gesetzliches Wahlrecht und über die gesetzliche einmalige Verlängerung der ursprünglichen Verjährungsfrist um zwölf Monate bei einer Nachbesserung, soweit die hierfür geltenden Vorschriften Anwendung finden. Nacherfüllung erfolgt innerhalb der gesetzlich gebotenen angemessenen Frist und ohne erhebliche Unannehmlichkeiten.
17. Besondere Regelungen für Unternehmer
(1) Die Untersuchungs- und Rügepflicht nach § 377 HGB gilt unter den Voraussetzungen von Ziffer 11 Absatz 2, nicht schon allein aufgrund der Unternehmereigenschaft.
(2) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche von Unternehmern beträgt bei neuen Waren ein Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Unberührt bleiben gesetzliche Regeln über Hemmung, Ablaufhemmung und Neubeginn.
(3) Die Verkürzung gilt nicht für Ansprüche wegen Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder Arglist, bei übernommenen Garantien, nach dem Produkthaftungsgesetz, bei gesetzlichen Lieferantenrückgriffsansprüchen sowie in den Fällen des § 438 Absatz 1 Nummer 2 BGB. Insoweit gelten die gesetzlichen Fristen beziehungsweise die jeweilige Garantie.
(4) Maßgeblich für die Beschaffenheit sind die getroffenen Vereinbarungen einschließlich der einbezogenen Produktbeschreibungen und technischen Datenblätter sowie ergänzend die gesetzlichen Anforderungen. Zwingende Rechte innerhalb einer Lieferkette bleiben unberührt.
18. Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, soweit keine gesetzliche Ausnahme vorliegt. Für die hier geregelten Fernabsatz-Warenkäufe gilt die nachstehende Widerrufsbelehrung. Für andere Vertragstypen oder erforderliche abweichende Belehrungen wird gesondert informiert.
(2) Die reguläre Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage. Fristbeginn und weitere Einzelheiten ergeben sich aus der einschlägigen Widerrufsbelehrung und den gesetzlichen Vorschriften.
(3) Eine Begründung, eine Rücksendenummer oder unsere vorherige Zustimmung ist für einen Widerruf nicht erforderlich. Der Widerruf kann über die Widerrufsfunktion in unserem Online-Shop (Schaltfläche „Vertrag widerrufen“ im Fußbereich jeder Seite), per E-Mail an office@wittstone.com oder per Brief erklärt werden. Den Eingang eines über die Widerrufsfunktion erklärten Widerrufs bestätigen wir unverzüglich per E-Mail.
(4) Unternehmern steht für die hier geregelten Warenkäufe kein gesetzliches Verbraucherwiderrufsrecht zu. Ein vertraglich ausdrücklich eingeräumtes Rückgabe- oder Lösungsrecht bleibt unberührt.
19. Ausschluss des Widerrufsrechts bei Sonderanfertigungen
(1) Das gesetzliche Widerrufsrecht besteht nicht bei Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung des Verbrauchers maßgeblich ist oder die eindeutig auf dessen persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind (§ 312g Absatz 2 Nummer 1 BGB).
(2) Ob diese Voraussetzungen vorliegen, richtet sich nach der konkreten Ware und ihrer Herstellung. Die Bezeichnung als Projektware, Sonderbestellung oder auftragsbezogene Beschaffung allein reicht nicht aus. Auch die bloße Bestellung üblicher Standardartikel in einer bestimmten Menge beseitigt ein bestehendes Widerrufsrecht nicht.
(3) Bei einem tatsächlich einschlägigen Ausschluss informieren wir den Verbraucher vor Abgabe seiner Vertragserklärung gesondert. Gesetzliche Mängelrechte bleiben auch bei Sonderanfertigungen bestehen.
20. Rücksendekosten bei Widerruf
(1) Übt ein Verbraucher sein gesetzliches Widerrufsrecht aus, trägt er die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.
(2) Bei Waren, die nicht normal mit der Post zurückgesendet werden können, insbesondere Wattstone-Betonprodukten, Paletten- und Speditionsware, werden die Kosten der Rücksendung auf höchstens etwa 521,00 EUR geschätzt. Dieser Hinweis ist Bestandteil der Widerrufsbelehrung.
(3) Auf Wunsch beauftragen wir im Namen und auf Kosten des Verbrauchers eine Spedition mit der Rücksendung von der ursprünglichen Lieferadresse an uns. Es handelt sich weiterhin um eine Rücksendung durch den Verbraucher. Wir berechnen nur die tatsächlich anfallenden Speditionskosten, höchstens 521,00 EUR einschließlich Umsatzsteuer je Bestellung, auch bei einer Teilrückgabe. Anfragen hierzu richtet der Verbraucher an office@wittstone.com. Die Wirksamkeit des Widerrufs hängt davon nicht ab.
(4) Bei einem gesetzlichen Widerruf berechnen wir keine Bearbeitungs-, Prüf- oder Wiedereinlagerungsgebühr. Ein gesetzlicher Anspruch auf Wertersatz wegen eines über die erforderliche Prüfung hinausgehenden Umgangs mit der Ware bleibt bestehen.
(5) Diese Kostenregelung gilt nicht für Rücksendungen im Rahmen gesetzlicher Mängelrechte.
21. Freiwillige Rücknahme mangelfreier Ware
(1) Diese Ziffer betrifft ausschließlich Rücknahmen außerhalb gesetzlicher Widerrufs-, Mängel- und sonstiger Rückabwicklungsrechte. Solche Rechte werden durch diese Ziffer nicht eingeschränkt.
(2) Ohne ein gesetzliches oder ausdrücklich vereinbartes Rückgaberecht besteht kein Anspruch auf Rücknahme mangelfreier Ware. Eine freiwillige Rücknahme setzt eine vorherige Vereinbarung mit uns voraus; zur Dokumentation bitten wir um Textform.
(3) Vor einer freiwilligen Rücknahme vereinbaren wir Umfang, Warenzustand, Transportorganisation, Gutschrift und etwaige Kosten ausdrücklich mit dem Kunden. Rücktransport, zusätzlich benötigte Verpackung oder Verladung sowie eine etwaige Wiedereinlagerungsvergütung werden nur nach dieser vorherigen Vereinbarung berechnet. Eine bloße Zustimmung zur Prüfung einer Rücknahmeanfrage ist noch keine Rücknahmezusage.
(4) Ohne eine andere ausdrückliche Vereinbarung kommt eine freiwillige Rücknahme nur für vollständige, unbenutzte, unbeschädigte, saubere und transportfähig verpackte Ware in Betracht. Sonderanfertigungen, bereits montierte Ware sowie speziell für das Projekt beschaffte und nicht anderweitig verwertbare Ware können von einer freiwilligen Rücknahme ausgeschlossen werden.
(5) Nicht vereinbarte Kulanzrücksendungen dürfen zurückgewiesen werden. Dies gilt nicht für Rücksendungen in Ausübung gesetzlicher Rechte.
22. Stornierung
(1) Besteht kein gesetzliches oder vertraglich eingeräumtes Lösungsrecht, kann ein geschlossener Kaufvertrag nur durch Vereinbarung aufgehoben oder geändert werden.
(2) Bei einer freiwilligen Stornierung können bereits entstandene Kosten, insbesondere bei Sonderanfertigungen und projektbezogen beschaffter Ware, berechnet werden. Die Einzelheiten vereinbaren wir vorab mit dem Kunden.
(3) Gesetzliche Widerrufs-, Rücktritts-, Anfechtungs- und Kündigungsrechte bleiben unberührt. Das gilt insbesondere für gesetzliche Kündigungsrechte bei gesonderten Werkverträgen. Ein wirksamer Verbraucherwiderruf wird nicht von einer Stornierungsgebühr abhängig gemacht.
23. Garantie
(1) Für einzelne Produkte können neben den gesetzlichen Mängelrechten freiwillige Garantien bestehen. Garantiegeber, Umfang, Laufzeit und Verfahren ergeben sich aus der jeweiligen Garantieerklärung und rechtlich maßgeblichen Garantieaussagen.
(2) Die gesetzlichen Mängelrechte werden durch eine Garantie nicht eingeschränkt. Eine Garantieleistung ersetzt nicht die Entscheidung des Kunden, gesetzliche Ansprüche geltend zu machen.
24. Wartung und Inspektion
(1) PV-Anlagen und Unterkonstruktionen sollten entsprechend den Montage- und Wartungsunterlagen, mindestens jedoch einmal jährlich und nach außergewöhnlichen Wetterereignissen, geprüft werden.
(2) Erforderliche Prüfungen können insbesondere Befestigungselemente, Modulklemmen, Anzugsmomente, Unterkonstruktion, Dachhaut, Bautenschutzmatten und Standsicherheit betreffen.
(3) Schäden, die auf einer unterbliebenen oder unsachgemäßen Wartung beruhen, haben wir nicht zu vertreten. Unsere Verantwortung für eigene Fehler und fehlerhafte Anleitungen bleibt bestehen.
25. Eigentumsvorbehalt
(1) Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung der jeweiligen Kaufpreisforderung unser Eigentum.
(2) Gegenüber Unternehmern behalten wir uns das Eigentum bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung vor.
(3) Der Unternehmer darf Vorbehaltsware im ordentlichen Geschäftsbetrieb weiterveräußern. Die hieraus entstehenden Forderungen tritt er bereits jetzt bis zur Höhe unseres jeweiligen Rechnungsbetrags einschließlich Umsatzsteuer an uns ab. Wir nehmen die Abtretung an.
(4) Der Unternehmer bleibt zur Einziehung berechtigt, solange er seinen Zahlungspflichten nachkommt. Unsere gesetzlichen Rechte bei Zahlungsverzug bleiben unberührt. Eine Freigabe von Sicherheiten kann verlangt werden, soweit deren realisierbarer Wert die gesicherten Forderungen nicht nur vorübergehend übersteigt; die Auswahl der freizugebenden Sicherheiten treffen wir unter Berücksichtigung berechtigter Interessen des Kunden.
26. Haftung
(1) Wir haften nach den gesetzlichen Vorschriften unbeschränkt für Schäden aus einer Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit und Arglist sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei übernommenen Garantien richtet sich die Haftung nach der Garantie; zwingende gesetzliche Haftung bleibt unbeschränkt bestehen.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist unsere Schadensersatzhaftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Schadensersatzhaftung für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen, soweit nicht Absatz 1 eingreift.
(4) Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Schadensersatz wegen Lieferverzugs und für entsprechende Folgeschäden sowie zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
(5) Gesetzliche Ansprüche auf Nacherfüllung, Ersatz erforderlicher Nacherfüllungs- und Aus- oder Einbauaufwendungen, Kaufpreisminderung und Rückabwicklung sowie gesetzliche Widerrufsrechte werden durch diese Haftungsregelungen nicht eingeschränkt.
27. Höhere Gewalt
(1) Bei Ereignissen höherer Gewalt und sonstigen unvorhersehbaren Ereignissen außerhalb unseres Einflussbereichs, die wir nicht zu vertreten haben, verlängern sich vereinbarte Lieferfristen um die Dauer der Behinderung zuzüglich einer angemessenen Anlaufzeit. Dazu zählen insbesondere Naturereignisse, extreme Wetterlagen, Krieg, Streik, behördliche Maßnahmen, Energieausfälle sowie von uns nicht zu vertretende Störungen bei Vorlieferanten oder Frachtführern.
(2) Wir informieren den Kunden unverzüglich über das Ereignis und seine voraussichtliche Dauer.
(3) Dauert die Behinderung länger als zwei Monate, können beide Parteien hinsichtlich des noch nicht erfüllten Vertragsteils zurücktreten. Bereits geleistete Zahlungen für diesen Teil erstatten wir unverzüglich. Gesetzliche Rücktrittsrechte von Verbrauchern bleiben unberührt.
28. Produktbilder, Muster und technische Angaben
(1) Produktbilder, Muster, Zeichnungen und technische Angaben werden im Rahmen ihres jeweiligen Erklärungsgehalts Bestandteil der geschuldeten Beschaffenheit, soweit dies vereinbart ist oder sich aus den gesetzlichen Vorschriften ergibt. Diese AGB schließen eine rechtlich maßgebliche Bedeutung von Produktbildern oder Mustern nicht pauschal aus.
(2) Gegenüber Unternehmern bleiben technische Änderungen und Weiterentwicklungen vorbehalten, soweit sie zumutbar sind und die vereinbarte Verwendung nicht beeinträchtigen. Gegenüber Verbrauchern gilt für Abweichungen von objektiven Anforderungen Ziffer 12 Absatz 4.
29. Entsorgung und Verpackung
(1) Unsere gesetzlichen Rücknahme-, Informations- und Entsorgungspflichten bleiben unberührt. Soweit für die jeweilige Verpackung eine gesetzliche unentgeltliche Rücknahme vorgeschrieben ist, wird diese nicht durch eine Entsorgungspflicht des Kunden ersetzt. Zur Abstimmung der Rückgabe kann der Kunde uns über die in Ziffer 2 genannten Kontaktdaten erreichen; gesetzlich vorgeschriebene Rückgabeorte bleiben maßgeblich.
(2) Wir bitten, Warenrücksendungen mit einer für Gewicht und Beschaffenheit geeigneten Transportverpackung vorzunehmen. Die Verwendung der Originalverpackung oder der ursprünglichen Palette ist keine Voraussetzung für einen Widerruf oder gesetzliche Mängelrechte.
(3) Benötigt der Kunde Unterstützung bei einer sicheren Rücksendung, bitten wir um Kontaktaufnahme. Kostenpflichtige zusätzliche Verpackungs- oder Verladeleistungen werden nicht ohne vorherige Vereinbarung beauftragt. Gesetzlich von uns zu tragende Aufwendungen bleiben hiervon unberührt.
(4) Die gesetzlichen Regeln zur Gefahrtragung und zu etwaigen Ersatzansprüchen bei einer Rücksendung werden durch diese Ziffer nicht verändert.
30. Streitbeilegung für Verbraucher
Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Gesetzliche Informationspflichten im konkreten Streitfall bleiben unberührt.
31. Vertragssprache und Vertragstext
(1) Die Vertragssprache ist Deutsch.
(2) Die AGB und die erforderlichen Verbraucherinformationen werden vor Abgabe der verbindlichen Bestellung zugänglich gemacht. Wir speichern den Vertragstext und stellen dem Kunden den Vertragsinhalt einschließlich Bestelldaten, einbezogener AGB und einschlägiger Widerrufsbelehrung innerhalb der gesetzlichen Frist auf einem dauerhaften Datenträger, insbesondere per E-Mail, zur Verfügung.
(3) Die Übersendung nach Vertragsschluss ersetzt nicht die erforderliche vorherige Information und Einbeziehung. Ob Bestellungen zusätzlich im Kundenkonto abrufbar sind, richtet sich nach der tatsächlich angebotenen Kontofunktion; ein solcher Abruf ist keine Voraussetzung für gesetzliche Rechte.
32. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts anwendbar, soweit diese nach den einschlägigen Kollisionsregeln nicht durch Rechtswahl ausgeschlossen werden dürfen.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis unser Geschäftssitz, soweit eine solche Gerichtsstandsvereinbarung gesetzlich zulässig ist. Zwingende ausschließliche Gerichtsstände bleiben unberührt.
33. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Widerrufsbelehrung für Verbraucher
Für Fernabsatzverträge über Waren
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben beziehungsweise hat. Werden mehrere Waren im Rahmen einer einheitlichen Bestellung getrennt geliefert, beginnt die Frist mit dem Erhalt der letzten Ware. Wird eine Ware in mehreren Teilsendungen oder Stücken geliefert, beginnt die Frist mit dem Erhalt der letzten Teilsendung oder des letzten Stücks durch Sie oder einen von Ihnen benannten Dritten, der nicht der Beförderer ist.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Wattstone GmbH, Grenzstraße 182, 46562 Voerde, Deutschland, Telefon: +49 2855 9389206, E-Mail: office@wittstone.com) mittels einer eindeutigen Erklärung, zum Beispiel per E-Mail an office@wittstone.com oder durch einen mit der Post versandten Brief, über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Sie können Ihren Widerruf auch über die Widerrufsfunktion in unserem Online-Shop erklären. Sie erreichen sie über die Schaltfläche „Vertrag widerrufen“ im Fußbereich jeder Seite. Wir übermitteln Ihnen unverzüglich eine Bestätigung über den Eingang Ihres Widerrufs auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail).
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten, mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene günstigste Standardlieferung gewählt haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist.
Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an Wattstone GmbH, Grenzstraße 182, 46562 Voerde, Deutschland, zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden.
Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.
Die Kosten für Waren, die nicht normal mit der Post zurückgesendet werden können, insbesondere Betonprodukte, Palettenware und Speditionsware, werden auf höchstens etwa 521,00 EUR geschätzt.
Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist.
Hinweis zum gesetzlichen Ausschluss des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf dessen persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Muster-Widerrufsformular
Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.
An:
Wattstone GmbH
Grenzstraße 182
46562 Voerde, Deutschland
E-Mail: office@wittstone.com
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*) / die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
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Bestellt am (*) / erhalten am (*):
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Name des/der Verbraucher(s):
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Anschrift des/der Verbraucher(s):
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Unterschrift des/der Verbraucher(s), nur bei Mitteilung auf Papier:
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Datum:
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(*) Unzutreffendes streichen.
Stand: 15.10.2026